Ankunft am Röblinsee

Am Morgen nehmen wir ein weiteres sehr angenehmes Frühstück in unserer Unterkunft ein und packen anschließend unsere Sachen.

In circa dreieinhalb Stunden schaffen wir es mit dem Auto bis an den Röblinsee. D.h. auf der Straße sind wir sehr gut durchgekommen und hatten quasi keine Probleme.

An der Marina Röblinsee angekommen, müssen wir fast nicht warten und werden in Empfang genommen. Die freundliche Dame macht uns aber ziemlich schnell klar, in welche Richtung wir fahren können und wo nicht. An manchen Stellen können wir nicht passieren, da unser Boot zu hoch ist. Daher verwerfen wir einige Ziel, die wir uns im Vorwege schon rausgesucht hatten – wie zum Beispiel Lychen oder Neustrelitz.

Nach ein paar Formalitäten bekommen wir zügig eine technische Einweisung in das Boot. Wir versuchen, nichts zu vergessen von dem, was uns der Instrukteur vorgibt.

Eine circa 45-minütige Tour auf dem Wasser zeigt uns dann die wesentlichen manövrier-Manöver. Unser Vertrauen in uns selber ist trotzdem noch nicht sonderlich hoch.

Endlich haben wir etwas Zeit, um unser Zeug aus den Koffern auszupacken. Unser Gerödel hat gerade ausreichend Platz in den vorhandenen Schränken. Anschließend gehen Tina und Benny einkaufen, während Alex am Theorieunterricht für den Charterschein teilnehmen muss.

Im Theorieunterricht wird mir nicht nur beigebracht, was die Verkehrsregeln sind, sondern zB auch, wie man sich in Schleusen zu verhalten hat, sowie wie man die Schleusen bedient. Auch das erscheint auf den ersten Blick sehr theoretisch – aber andere haben es ja auch schon vor mir geschafft…

Unsere erste Fahrtrichtung geht gen Osten, wo wir den Röblinsee via Fürstenberg verlassen und über zwei weitere kleine Seen und einen Kanal in den Stolpsee fahren.

Auf diesem Weg müssen wir bereits unsere erste Schleuse – eine so genannte Automatikschleuse – passieren. Wir sind alle einigermaßen aufgeregt, da wir nicht nur zum ersten Mal präzise ohne Hilfe unseres Instrukteur anlegen müssen, sondern auch zum ersten Mal die Seile richtig und alleine verwenden, ohne das Boot bei fallendem Wasser in der Schleuse in Gefahr bringen zu dürfen. Alles klappt prima.

Auf unserem Zielsee angekommen, suchen wir uns eine Stelle in der Nähe einer kleinen Bucht unweit des Ufers und lassen einen unserer drei Anker fallen. Tina hat bereits auf dem Weg hierher mit der Bordküche gekämpft und ein Nudelgericht zu kochen begonnen. Dieses genießen wir nun bei Wein und Limonade an unserem Tisch, während wir den Sonnenuntergang ansehen.

Nach vielen Diskussionen ist das Bett endlich gerichtet, die Liegerichtung definiert und alle sind bettfertig. Wir freuen uns auf die Nacht auf dem Wasser.