Tag auf den Seen bis Wesenberg und zurück

Der Tag startete anders als erwartet. Benni hatte unglaublich schlechte Laune und hat uns das Leben schwer gemacht. Grund war vermutlich, dass er unterzuckert war und sich daher an jeder Kleinigkeit aufgehängt hat.

Zum Frühstück sind wir auf den Ellenbogensee rausgefahren und haben uns mit Doppelankern ein schönes Plätzchen gesucht und das Boot so gedreht, dass wir Schatten auf unserer Aussenterasse hatten. Eigentlich herrlich – nur der schlecht gelaunte Benni und unsere rutschenden Anker haben gestresst 🙄

Anschliessend sind wir nach Wesenberg gefahren. Die Strecke verlief dieses Mal über weite Teile durch Kanäle – ein sehr anderes Fahren als über Seen: man ist gefühlt noch dichter in der Natur, aber man muss auch viel mehr aufpassen beim Steuern. Insbesondere da wir anscheinend eines der langsamsten und trägsten Boote in der ganzen Gegend haben, müssen wir von vorne sowie von hinten und an der Seite (Paddler) ständig schauen.

Enni hat sich derweil mit Tinas Handy nach hinten verzogen und sein Lieblingsspiel gespielt

Die Schleuse vor Wesenberg wurde von einem echten Schleusenwärter kontrolliert. Blöderweise hat dieser genau dann seine Mittagspause begonnen, als wir angekommen sind, So sind wir zwar die ersten in der Warteschlange gewesen, aber wir hatten so viel Wartezeit, dass wir uns auch ein Mittagessen gemacht haben.

Das war gut für die Stimmung – anschliessend war Benni auch bereit, das Schwimmen auf später zu verschieben, so dass wir erst mal den dringend benötigten Einkauf erledigen konnten, den wir in Priepert nicht machen konnten, da es dort keinen Supermarkt gibt,

Ausgerüstet mit Rucksöcken, Taschen und einer Sackkarre haben wir also in Wesenberg den Netto gestürmt und sind mit der Beute zurück zum Schiff.

Die Marina von Wesenberg ist übrigens sehr gepflegt und interessante Schiffe lagen dort im Hafen. Ausserdem mussten wir nichts zahlen, da die Hafenmeisterin tagsüber nicht vor Ort ist. So konnten wir „parken“, einkaufen und uns dann wieder auf den Weg zurück machen.

Auf dem Rückweg konnten wir direkt ohne Wartezet in die Schleuse einfahren. Der Schleusenwart hat uns übrigens wiedererkannt und zugerufen/gefragt, ob wir nur mal zum Tanken angehalten hätten. Mit unserer Antwort „Einkauf im Netto“ war er aber zufrieden und hat uns samt nur eines weiteren Bootes und einiger Paddler/Kajak-Fahrer durchgeschleust.

Mit sehr gemächlichem Tempo sind wir dann bis zum grossen Priepertsee gefahren und dort liegen wir jetzt vor Anker – wir probieren heute übrigens mal den anderen grossen Anker aus. D.h. wir haben drei verschiedene Anker – im Internet kann man zu jedem Typ Vor- und Nachteile finden. Das ist eine komplexe Geschicht. Bisher scheint das Ding sich auch schnell und gut in den Boden eingegraben zu haben 🙂

Zuerst mal sind wir ausgiebig Schwimmen gegangen und haben wieder das SUP getestet. Tina ist ja schon ziemlich versiert, aber dieses Mal hat auch Alex ca. 100 m auf dem Ding geschafft, bevor er ins Wasser geflogen ist. Auch das Springen vom Dach des Bootes funktioniert hier gut, da es ausreichend tief ist. Benni hatte riesen Spass und anschliessend riesigen Hunger.

Wir haben uns mit den frisch gekauften Sachen eine schöne Penne Bolognese (mit Vegi-Hack) gemacht, ausserdem gabs was Leckeres zu trinken, Pfirsiche zum Nachtisch und später noch Nüsschen zum Knabbern. Es ist wieder wunderbar friedlich auf dem See – die Boote wurden schnell immer seltener und das Wetter ist komplett windstill. Der See ist nur spärlich mit Booten belegt, was die Atmosphäre noch verbessert. Unser Thermacell verrichtet seine Dienste zuverlässig und ich kann hier bei offener Schiebetür am Computer bei leichter Beleuchtung tippen, ohne eine einzige Mücke zu sehen und hören… tolle Sache.

Morgen wollen wir früh Richtung Rheinsberg fahren – ca. den halben Weg bis vor die Schleuse Wolfsbruch werden wir zurücklegen. Dieses Mal müssen wir uns nicht nach den Zeiten des Hafens richten und werden vermutlich schon vor 8 Uhr auf dem Wasser vorwärts machen. Ein Teil der Strecke wird stark befahren sein mit all denen, die über die Müritz in den Norden fahren wollen oder denen, die von Norden Richtung Berlin fahren. Schaun mer mal – inzwischen sind wir das Boot ja einigermaßen gewöhnt und jeder von uns ist mal eine Strecke gefahren.

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