Fliegen kitzeln uns, während wir aufwachen. Im Schlafzimmer sind mindestens 7 Fliegen – wo die wieder hergekommen sind, verstehen wir immernoch nicht…
Das ist der erste Tag, an dem ein paar Wolken den Himmel bedecken und es regelrecht frisch ist am Morgen.
Wir beschliessen gleich loszufahren, da Alex sowiso keinen Hunger hat und wir möglichst früh durch die Schleuse Wolfsbruch kommen möchten. Diese Schleuse ist klein und angeblich überlaufen bei gutem Wetter. Wir kommen gut durch die Schleuse und sogar ohne Wartezeit.
In den Kanälen ist recht viel Abwechslung geboten: Nicht nur mehrere Marinas sondern auch ein traumhaft nach hinten versetzter Kanuhafen unter den Bäumen mit winziger Einfahrt, sowie zB auch ein Hafen von irgendeinem Gartenverein taucht im Nirgendwo auf.

Die Brücken werden immer flacher. Die Brücke Schlaborn ist formell nur 10 cm höher als unser Boot. Ich kann das Video, das Tina und Benni vom Dach unseres Bootes gemacht haben leider nicht vernünftig hochladen vom Handy aus…
Dieses Mal fahren wir über viele Seen mit kürzeren Kanälen
Benni spielt auch heute 5 Stunden auf dem Handy und bekommt wenig von der Fahrt mit 😕
Wir entschliessen uns, die Marina am Yachthafen in Rheinsberg anzusteuern, weil wir dort das volle Versorgungsprogramm fürs Boot erwarten. Der Empfang ist freundlich und wir zahlen gerne 3€ pro Stunde, 4€ für Strom, Gülle abpumpen möglich, Frischwasser gibts auch gegen Geld – nur Benzin haben sie nicht für uns – brauchen wir aber auch nicht dringend, denn unser schwachbrüstiger Motor verbraucht wenig.
Nach einigem Manövrieren haben wir also das Boot trotz etwas Wind am Anleger festgemacht. Benni war schon wieder genervt – er kann nicht genau sagen, warum… daher haben wir am ersten Eisladen ein Apfel-Oreo Softeis für ihn besorgt. Zucker hilft ja bekanntlich meistens. Danach ging es auch schon besser. Anschliessend haben wir nach Nachschub fürs Kind gesucht und das vegetarische Restaurant „Grünzeug“ gefunden – eine Burgerbude, der die Leute die Tür eingerannt haben… zG. waren wir direkt zur Mittagseröffnung da und sind dadurch schnell bedient worden.
Rheinsberg ist übrigens ein netter Ort


Das Schloss Rheinsberg und der Schlossgarten sind besindere Highlights – eine sehr ansehnliche Anlage in gutem Zustand. Daher sind wir später auch nochmal von der Wasserseite dorthin gefahren, um ein paar Fotos zu schiessen.

Als wir gerade abfahrtbereit waren, fiel uns auf, dass wir Brot zu kaufen vergessen haben. Den Liegeplatz für das Boot hatten wir aber schon abgegeben. Daher ist Tina zum Supermarkt gelaufen, während Benni und Alex eine Runde auf dem See gedreht und Tina dann im Vorbeifahren mit Brötchen wieder eingesammelt haben.

Am Abend sind wir natürlich wieder Schwimmen gewesen – dieses Mal haben wir uns einen See abseits der üblichen Routen gesucht – quasi eine Sackgasse. Es ist extrem idyllisch und ruhig. An den meisten Stellen darf man garnicht ankern – wir vermuten, dass es ein Naturschutzgebiet ist.
Aber irgendwann finden wir eine Stelle – nur wenige Boote sind hier anzutreffen.
